Neuralkineosologie

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Neuralkineosologie

Mein Weg

Eine Entwicklungsgeschichte

Als ich mich am 1. Oktober 1978 in Germering, einem westlichen Vorort Münchens, als praktische Ärztin niederließ, war ich fest davon überzeugt, für diese Tätigkeit optimal ausgebildet zu sein. Ich hatte sechs Jahre Medizin studiert, zwei Jahre als Medizinalassistentin in Ambulanzen für chirurgische, gynäkologische und innere Krankheiten gearbeitet, hatte während des Studiums in der Haut- und Kinderklinik praktiziert und war noch über drei Jahre als Assistenzärztin in der Universitätsklinik für Innere Medizin tätig gewesen. Schon am ersten Tag musste ich feststellen, dass ich für die Tätigkeit an der „vordersten Front” überhaupt nicht ausgebildet war.

Der erste Patient hatte einen Schiefhals – ich wusste nicht, wie man ihn behandelt und schickte ihn zum Physiotherapeuten. Die zweite Patientin hatte einen schlimmen Schnupfen – auch den konnte ich nicht behandeln, denn während der Ausbildung wurde über etwas so Banales nicht gesprochen und in den Praxen, in denen ich Vertretungen gemacht hatte, wurden Patienten mit Schnupfen von der Sprechstundenhilfe versorgt.
Kopfschmerzen, Husten, verstauchter Knöchel – so ging es an diesem Tag weiter und als ich mir am Abend über meine ersten sieben Patienten Rechenschaft ablegte, musste ich zugeben, dass ich keinem von ihnen wirklich hatte helfen können. Ich war während der ersten Zeit in der eigenen Praxis so frustriert, dass ich am liebsten in die Klinik zurückgekehrt wäre.

Was mir am meisten Schwierigkeiten machte, war die im Gegensatz zur Klinik völlig andere Situation bezüglich der Diagnosestellung.
In der Klinikwurde der Patient erst einmal untersucht, dann Blut abgenommen, dann geröntgt und im Verlauf von mehreren Tagen oder manchmal auch Wochen wurde eine Diagnose gestellt und die Therapie begonnen. In der Praxis dagegen musste ich sofort eine Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie einleiten. So half ich mir, indem ich die Medikamente, die ich sich im Lauf der Zeit in der Praxis ansammelten, in sog. Diagnosekästen einordnete und wenn ein Patient mit Husten kam, erhielt er ein Mittel aus dem Kasten „Husten” und wenn er Schnupfen hatte, bekam er ein „Schnupfenmittel”. Manchmal allerdings fragte ich mich, ob für diese Art der Therapie eine über 10-jährige Ausbildung notwendig war.

Bevor ich meine Praxis eröffnete, besuchte ich die niedergelassenen Kollegen des Ortes und stellte mich vor. Unter ihnen war ein Orthopäde, der mir viel Mut machte und mir sagte, ich könne ihn jederzeit anrufen, wenn ich Hilfe bräuchte. Während meiner Zeit als Vertreterin niedergelassener Ärzte musste ich einige Male einen Patienten mit Ischias besuchen und ihm intramuskulär „Impletol-Depot” spritzen (eine, wie ich heute weiß, völlig unsinnige Maßnahme). Damals jedoch dachte ich, dass ich dieses Mittel in meiner Arzttasche brauche.

Im Jahr 1968 war das Gesetz, welches den Firmen nur mehr die Abgabe von 3 Mitteln pro Arzt erlaubte, noch nicht ratifiziert. Als ich an die Firma Bayer schrieb und um Ärztemuster für das Medikament „Impletol” bat, bekam ich eine Kiste voll davon, mindestens 500 Ampullen. Ich war fassungslos. Was sollte ich denn mit diesen vielen Ampullen machen? Ich las den Waschzettel und verstand nicht viel. Irgendwie wurde das Mittel mit komplizierten Injektionstechniken für die verschiedenartigsten Krankheiten eingesetzt. Aber eines war deutlich. Es wurde auch dorthin gespritzt, „wo es weh tat”.

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Obwohl ich mich nun erinnerte, dass vor einigen Jahren aus der Universitätsklinik für innere Krankheiten, an der ich gearbeitet hatte, ein Artikel erschienen war, in welchem dem „Impletol” jegliche Heilwirkung abgesprochen wurde, begann ich das Mittel dorthin zu injizieren, wo der Patient über Schmerzen klagte. Das half aber nicht immer. Als ich bei einer Patientin mit Kreuzschmerzen keinen Erfolg hatte, rief ich den Orthopäden an und sagte ihm, „ich habe ihr sogar Impletol gespritzt”. „Was heißt da sogar?” fragte er und berichtete mir, dass Impletol grundsätzlich das erste Mittel sei, das er verwende und erklärte mir, wie er es um den betroffenen Wirbelkörper und an den Dornfortsatz des Wirbels injiziere.

Eines Tages kam eine Patientin mit einem umschriebenen Schmerz an der Innenseite des linken Oberarmes. Es war eine kleine Stelle, an der ich eine Muskelverhärtung tasten konnte und ich spritzte das Impletol direkt in die Verhärtung. Nach einigen Tagen rief die Patientin an und fragte mich, ob die Tatsache, dass sie auf einmal keine Rhythmusstörungen mehr habe, auf diese Spritze zurückzuführen sei. Ich verneinte das. Was sollte der linke Oberarm mit dem Herzen zu tun haben? Nach einer 10jährigen Ausbildung hatte ich keine Ahnung von den Zusammenhängen. Die Muskelverhärtung lag direkt auf dem Herzmeridian, der dadurch blockiert war. Durch das Impletol erhielten Zellen, die entladen und nicht mehr leitfähig waren, ihre Spannung und Funktion zurück. Aber das wusste ich damals nicht, das hatte mir weder an der Universität noch in den Kliniken irgendjemand beigebracht.
Schon von einem der ersten Tage an, hatte ich eine Patientin, die seit 16 Jahren an einer entsetzlichen Migräne litt. Manchmal kam sie dreimal in der Woche mit ihren mörderischen Schmerzen. Ich injizierte jedes Mal intravenös ein bekanntes Migränemitel. Danach lief sie zur Toilette und erbrach sich und dieses schreckliche Erbrechen habe ich heute noch in den Ohren. Nach einiger Zeit kam sie wieder aus der Toilette, mit aufgequollenem Gesicht, völlig schlapp, aber mit deutlich weniger Kopfschmerzen. Eines Tages sagte sie mir, dass sie heute, außer den Kopfschmerzen auch noch Schmerzen am Nacken habe, dort, wo sie sich als Kind einen Wirbel gebrochen habe.
Ein Engel muss zu dieser Zeit im Sprechzimmer gewesen sein, denn ich injizierte nicht das Migränemittel zuerst, sondern behandelte den Halswirbel, so wie es mir der Kollege gesagt hatte. Als ich an der dritten Stelle eine Injektion gemacht hatte, rief sie plötzlich: „Frau Doktor! Meine Migräne ist weg. Und es ist alles ganz hell. So habe ich mich ja noch nie gefühlt!” Ich dachte bei mir, was die Patienten sich alles einbilden. Die Migräne war doch an der Schläfe und ich hatte den Halswirbel behandelt. Ich wusste damals eben nicht, dass dieser 7. Halswirbel in der Akupunkturphysiologie „die Spinne” heißt, weil alle Meridiane des Körpers hier zusammenlaufen. Auch das hatte ich nicht gelernt und die Studenten lernen es auch heute nicht.
Die Patientin verließ die Praxis und kam nicht wieder. Sechs Wochen später, traf ich sie beim Einkaufen und beklagte mich scherzhaft, dass sie mir die Treue aufgekündigt habe zu einer Zeit, wo ich jeden Patienten brauchte. Sie sagte: „Nein, Frau Doktor! Ich komme schon wieder. Aber seit sie mir die Spritze in den Hals gegeben haben, habe ich keine Migräne mehr.”
Was?? Das durfte doch nicht wahr sein! 16 Jahre Migräne und seit ich ihr das Impletol an die Stelle einer früheren Verletzung gespritzt hatte, war sie verschwunden! Das konnte ich jetzt aber nicht mehr mit Einbildung erklären. Ich rief den Orthopäden an und erzählte ihm die Geschichte. „Gratuliere!” sagte er. „Ein Sekundenphänomen.” „Was ist denn das?” „Ein Huneke-Phänomen” „Aber was ist das?” „Liebe Frau Kollegin,” erwiderte er, „da kaufen sie sich jetzt das Buch von Peter Dosch über die Neuraltherapie nach Huneke, da steht alles drin.”

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Ich kaufte das Buch und für mich öffnete sich damit das Tor zu einer völlig anderen Medizin, zu einer Vorstellung vom Körper, in welcher nicht wie in einem Schrank mit fünfzig Schubladen in jeder Schublade ein anderes Organ oder System lag, die nichts miteinander zu tun hatten, sondern in welcher jede Zelle des Körpers mit jeder anderen in vielfältigster Verbindung steht. Ich hatte das große Glück, dass Peter Dosch wenige Tage nachdem ich sein Buch gelesen hatte, einen Kurs hielt und dass er in München praktizierte und ich die teilweise komplizierten Injektionstechniken der Neuraltherapie von ihm gezeigt bekam. Ich war von jedem Satz in dem Buch von Peter Dosch überzeugt, da ich ja erlebt hatte, dass Störfelder schwerste Krankheitsbilder auslösen können.
Ich hatte zudem bei meinem ersten Sekundenphänomen großes Glück, denn das Störfeld meldete sich bei der Patientin durch Schmerzen an dem betroffenen Wirbel. 99% der Störfelder sind völlig stumm und deshalb so schwer aufzufinden. Sobald ich die Injektionstechniken beherrschte, fing ich an, bei meinen Patienten auf Störfeldsuche zu gehen und schwierigste Krankheiten mit Impletol zu behandeln.

Auf einmal machte die Arbeit ungeheuren Spaß. Ich erlangte allmählich einen besonderen Ruf. Aus ganz Deutschland kamen Patienten zur Neuraltherapie. Ein großer Teil der Störfelder ist durch Narben bedingt. Damals hatten wir keine andere Möglichkeit diese zu entstören, als durch Unterspritzen der Narbe mit Impletol. Wenn es sich um sehr große Narben handelte, wie z. B. nach Herz- oder Nierenoperationen war diese Art der Behandlung für den Patienten oft sehr belastend. Deshalb war ich begeistert, als eines Tages ein „Nervenpunktdetektor” auf den Markt kam, mit dessen Hilfe die Stellen aufgesucht werden konnten, an denen die Narbe störte. An dieser Stelle erklang ein Ton.
Die erste Patientin, die ich mit dem neuen Gerät untersuchte, war eine junge Frau, die einmal versucht hatte, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Ich untersuchte die Narbe am Handgelenk und tatsächlich ertönte an 3 Stellen der Ton. Als ich aber die andere Seite untersuchte, an der gar keine Narbe war, ertönten die Töne an genau denselben Stellen. So ein Schwindel! Ich rief sofort den Hersteller an und sagte, er müsse den Apparat zurücknehmen. Aber er beruhigte mich und sagte, die andere Seite reagiere, weil sich dort offensichtlich Akupunkturpunkte befänden und dass die Narbe vor allem störe, weil sie entweder Akupunkturmeridiane aufschneide oder Akupunkturpunkte belaste.

„Akupunktur? Was ist denn das?” Er sagte, es sei ein Therapieverfahren welches in China seit 5000 Jahren angewendet würde und bei welchem Nadeln an ganz bestimmt Körperpunkte gesetzt werden. Ich hatte davon noch nie gehört. Aber durch „Zufall” wurde ich am selben Tag noch einmal auf diese für mich völlig neue Methode gestoßen.
Eine Patientin hatte seit Monaten Schmerzen im rechten Handgelenk, sodass sie nicht mehr arbeiten konnte. Da es sich um meine Schneiderin handelte, war das auch für mich sehr unangenehm. Da ich ihr nicht helfen konnte, war ich mit ihr bei Peter Dosch. Aber auch er konnte ihr nicht helfen. An diesem Tag kam sie in die Praxis und sagte mir, ich könne jetzt wieder Sachen zum Nähen bringen, denn ihr Handgelenk sei völlig schmerzfrei. Sie sei bei einer Heilpraktikerin gewesen und die habe Akupunktur gemacht. Ich war außer mir.

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Eine Heilpraktikerin hatte geschafft, wozu wir Ärzte nicht in der Lage waren! Ich kaufte mir über einen Spezialversand sofort ein Buch über Akupunktur, kaufte auch einige Nadeln und fing an, mich erst einmal theoretisch in die Materie einzuarbeiten.
Eines Morgens, ausgerechnet an einem Tag, an welchem ich abends einen Faschingsball besuchen wollte, wachte ich mit einem schrecklichen Schwindel auf. Es war unmöglich aufzustehen, auch bei geschlossenen Augen war mir schwindlig. Ein befreundeter Arzt gab mir eine Injektion und einige Tabletten. Es änderte sich aber nichts an der Situation. Da erinnerte ich mich, dass Bischko in seinem Buch „Einführung in die Körperakupunktur” geschrieben hatte, dass von einem Punkt unterhalb des Nabels aus Schwindel beeinflusst werden könne. Ich schickte meinen Sohn in die Praxis, damit er den Nervenpunktdetektor und eine Akupunkturnadel hole. Mit Hilfe des Apparates suchte ich den Punkt auf und bat meinen damals 10-jährigen Sohn die Nadel an dem Punkt einzustechen, denn in dem Buch stand, man könne sich nicht selbst akupunktieren. Ganz zaghaft stach er die Nadel wenige Millimeter ein. Ich legte mich zurück und harrte der Dinge, die kommen würden. Nach einigen Minuten merkte ich, dass der Schwindel bei geschlossenen Augen nachließ. Nach 20 Minuten war alles vorbei. Ich konnte aufstehen, auf den Ball gehen und in über 30 Jahren ist der Schwindel nicht zurückgekommen.

Durch dieses Erlebnis war ich von der Wirksamkeit der Akupunktur überzeugt und besuchte viele Kurse bei Bischko in Wien, Van Nghi in Südfrankreich und Schmid in der Schweiz, um mir diese schwierige Methode zu erarbeiten. Viele Jahre arbeitete ich nun mit Neuraltherapie und Körperakupunktur in der Privatpraxis, verwendete aber immer noch in meiner Kassenpraxis die üblichen schwer wirkenden Arzneimittel.

Jedes Jahr fand in Freudenstadt ein Kongress der Neuraltherapeuten statt. Dort hörte ich vor allem von österreichischen Kollegen erstmals etwas über Homöopathie, fand aber jahrelang keinen Zugang zu dieser Therapieform. Erst als ich ca. 1977 in Baden-Baden einen Vortrag über Homöopathie von Dorsci hörte, erwischte ich sozusagen das Ende des roten Wollknäuels „Homöopathie”, welches jahrelang vor meiner Nase herumgekollert war. Inzwischen war ich auf die französische Ohrakupunktur nach Nogier gestoßen, welche von Dr. Frank Bahr in Deutschland eingeführt worden war. Ich machte nun in der Praxis immer mehr Ohrakupunktur, unterrichtete sie auch zehn Jahre lang.

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Homöopathie machte ich so wie die meisten Kollegen damals. Es wurde mit niedrigen Potenzen gearbeitet, die Patienten bekamen Mischpräparate oder mehrere Mittel gleichzeitig.
1985 arbeitete ich mit Dr. Stübler und mehreren Homöopathen in der Schwabinger Kinderklinik. Frau Dr. Flade, die damaligein Oberärztin hatte eine Gruppe ins Leben gerufen, die versuchte, Neurodermitis bei Kindern homöopathisch zu behandeln. In dieser Gruppe hörte ich erstmals von George Vithoulkas. Ich bestellte beim Verlag von Sylvia Faust das Buch „Essenzen homöopathischer Mittel” und als ich es bekam, lag eine Einladung zu einem Videoseminar von George Vithoulkas drin, welches Jürgen Faust in Detmold durchführte.

Ich fuhr also nach Detmold, traf im Kurs vier Kolleginnen und Kollegen, die ich von den Kursen bei Dorsci in Baden-Baden kannte. Im Seminar wurden Videoaufnahmen von Behandlungen von George Vithoulkas gezeigt. Der große Vorteil bestand darin, dass man nicht 4 Wochen warten musste, um zu sehen, welches Ergebnis die Verabreichung des Mittels hatte, sondern das sog. Follow-up* wurde sofort gezeigt. Es war ein großartiges Seminar.

George Vithoulkas zeigt uns wozu klasssiche Homöopathie fähig ist. Aber als ich mich in der ersten Pause zu den Kollegen gesellte, die ich von den Kursen bei Dorsci kannten, da waren sie genauso bedrückt wie ich. Was hatten wir die letzten Jahre mit unseren niedrigen Potenzen und unseren Mischpräparaten gemacht? Das war keine Homöopathie gewesen. Das war Allopathie mit homöopathisierten Mitteln.

Sobald ich gesehen hatte, wie ein Meister arbeitet, habe ich nie mehr Mischpräparate verwendet oder Homöopathie anders als nach den Gesetzen Hahenmanns gemacht. Nach dem Videoseminar in Detmold habe ich sofort Kontakt zu George Vithoulkas aufgenommen, habe viele Seminare bei ihm gemacht, zuerst in Griechenland und dann in Celle.

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Ungefähr 1990 begannen die ersten Homöopathen Computer einzusetzen und bei dem letzten Seminar in Celle stellte uns George Vithoulkas sein Expertensystem vor und setzte den Computer während des Seminars ein. Das stieß bei vielen Teilnehmern auf Ablehnung. Deshalb lud er die Kollegen, die am Computer interessiert waren, zu einem Computerseminar nach Alonissos, einer griechischen Sporadeninsel ein, auf der er wohnte.
Die äußeren Umstände dieses Seminars waren katastrophal. Wir mussten zuerst die Turngeräte aus dem Raum entfernen und ihn putzen, dann die Bänke aufstellen. Wir sahen schlecht und hörten noch schlechter. Aber wir waren alle selig. Die Insel hat einen unvorstellbaren Zauber. Am letzten Tag lud George Vithoulkas die ca. 100 Teilnehmer zu einem Fest mit Essen und Tanz ein. Alle waren im Gegensatz zu Celle, wo alle immer gestresst waren, so fröhlich und gelöst, dass ich plötzlich aufsprang, zu George lief und ihn fragte: „Mr. Vithoulkas, können die Kurse nicht immer in Alonissos stattfinden?” Er sagte: „Wenn Sie mir eine Million Mark geben, baue ich hier eine Schule und die Kurse können immer hier stattfinden”. Ich darauf: „Was, Sie haben keine Million? Bei den Preisen?” Da klärte er mich erst einmal über seine finanziellen Verhältnisse auf.
An seinen Kursen verdienten offensichtlich vor allem die Organisatoren. Ich ging zurück zum Tisch, an dem meine Freunde saßen und fragte, ob sie bereit wären George Vithoulkas zu helfen, eine Schule in Alonissos zu bauen. Sie sagten „ja”.

So gründeten Fred Stückrad, Christian Kauf, Stefan Keller und ich die „George-Vithoulkas-Stiftung” zur Förderung der Homöopathie in Lehre und Forschung. Dies ist die erste in Deutschland gegründete Volksstiftung. Üblicherweise hat jemand viel Geld und sucht eine Idee für eine Stiftung. Wir hatten eine Idee und mussten das Geld suchen. 33 Stifter brachten die 132 000 DM auf, die zur Gründung notwendig waren.

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Der Weg durch meinen Garten zur Praxis
 
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