Ohrakupunktur München

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• Ausführliche Beschreibung

Die Ohrakupunktur

Bei der Ohrakupunktur handelt es sich um ein völlig anderes Behandlungskonzept, als bei der Körperakupunktur. Im Gegensatz zu letzterer, welche in China schon seit vielen tausend Jahren praktiziert wird, ist die Ohrakupunktur eine europäische und relativ junge Entdeckung. Sie geht zurück auf den französischen Arzt NOGIER und wird deshalb oft französische Ohrakupunktur* genannt.

NOGIER entdeckte vor fast 50 Jahren im Ohr eines Patienten eine kleine Brandverletzung und erfuhr, dass der Mann bei einem akuten Ischias einen Schäfer aufgesucht hat, dieser mit einer glühenden Nadel ins Ohr gestochen hat und er dadurch schmerzfrei geworden sei. Glücklicherweise gehörte NOGIER nicht zu den Ärzten, die Wissen aus der Volksmedizin, auf welches sie stoßen, einfach als belanglos abtun. Er ging der Sache nach und entdeckte, dass der von dem Schäfer am Ohr gestochene Punkt am Körper genau der Stelle entspricht, an welcher der Ischiasnerv, welcher für die Schmerzen des Patienten verantwortlich war, aus dem Rückenmark tritt.

NOGIER und seine Mitarbeiter konzentrierten sich nun auf die Untersuchung des Ohres und entdeckten die gesamte Somatotopie* der Ohrmuschel. Sie konnten nachweisen, dass sich der ganze Körper in die Ohrmuschel projiziert und jeder Teil des Körpers, seien es Knochen, Gelenke, Muskeln, Nerven, Arterien oder innere Organe eine Projektionsstelle am Ohr hat. Darüber hinaus kann man auch Projektionstellen für Störfelder*, Mangelzustände (Vitamine und Spurenelemente) und sogar emotionale Entgleisungen (Depression, Wut, Eifersucht, Angstzustände) finden.

Akupunkturpunkt am Ohr

© Anne Ammann Grafik

 

Erkrankt ein Körperteil, so entsteht am Ohr eine diesem Teil entsprechende Stelle, die sich durch verschiedene Eigenschaften von der übrigen Haut unterscheidet. Es entsteht ein sog. Ohrakupunk-turpunkt, der oft nicht größer als eine Nadelspitze ist. Im Gegensatz zum Körperakupunkturpunkt, der immer nachweisbar ist, entsteht ein Ohrakupunkturpunkt nur, wenn ein Körperteil in seiner Funktion gestört ist. Aus diesem Grund kann man über das Ohr eine sehr präzise Diagnostik durchführen. Durch die Diagnostik wird die einfache Ohrakupunktur zur Aurikulotherapie* erweitert.
Auffinden kann man einen Ohrakupunkturpunkt entweder durch ein Gerät, welches sich den unterschiedlichen Hautwiderstand, welchen der Punkt zu seiner Umgebung hat, zunutze macht und auf dem Punkt ein Ton- oder Lichtsignal abgibt, oder mit Hilfe des RAC*. Zur Therapie werden meist Gold-, Silber- oder Stahlnadeln verwendet. Man kann jedoch einen Ohrpunkt auch durch Massage, Wärme- und Kälteanwendung, Farben oder Laserstrahlen beeinflussen.

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Was kann man mit Ohrakupunktur behandeln?

alle Arten von Schmerzen besonders

  • diejenigen an der Wirbelsäule und den Gelenken,
  • jedoch auch Migräne,
  • Angina pectoris,
  • Krampfzustände der Eingeweide u.s.w.

  • funktionelle Störungen und Anregung von Körperfunktionen (Verstopfung, Herzinsuffizienz, zu viel Magensäure)
  • Allergien, vor allem Heuschnupfen und allergisches Asthma
  • Zustände nach Schlaganfall und andere neurologische Störungen
  • psychische Störungen und psychosomatische Erkrankungen
  • hormonelle Störungen, vor allem klimakterische Beschwerden
  • ein besonders dankbares Gebiet ist die Suchtbehandlung (Rauchen, Trinken, Essen, Drogen). Allerdings muss einschränkend bemerkt werden, dass Alkohol- und Drogensucht nur begleitend zu einer Psychotherapie behandelt werden sollten, da sonst die Rückfallgefahr zu hoch ist.

Warum sich durch das Stechen eines bestimmten Punktes am Ohr das Geschehen im Körper beeinflussen lässt, ist nicht genau bekannt. Ähnlich wie die Fußsohle, von der aus durch die Reflexzonnenmassage therapeutische Einwirkungen auf den Körper stattfinden, ist das Ohr ein Reflexort für Körpergeschehen. Es stellt einen Reflexbogen zum Gehirn dar. Durch die Behandlung eines Ohrpunktes werden die verschiedensten Informationen an die Zentralen im Gehirn weitergegeben. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass durch das Stechen bestimmter Ohr- und Körperpunkte Endorphine freigesetzt werden, das sind körpereigene Morphine, also schmerz- und bewusstseinsaufhellende Substanzen.

In der Praxis untersuche ich das Ohr mit Hilfe des RAC*. Ich habe die Hand am Puls und stelle am Ohr alle möglichen Störungen fest. Die Informationen, welche ich dadurch gewinne, muss der Patient glauben. Deshalb war ich sehr glücklich als ich vor einigen Jahren auf eine neue Untersuchungsmethode stieß, bei welcher der Patient selbst spürt, wo in seinem Körper etwas in Unordnung geraten ist, nämlich mit Hilfe der Neuralkinesiologie.

* siehe Glossar

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