Klassische Homöopathie München

Klassische Homöopathie MünchenHomöopathie München

• Ausführliche Beschreibung

• Was ist „klassische Homöopathie”

• George Vithoulkas

Die Homöopathie

Portrait von Samuel Hahnemann

Der Begründer der Homöopathie ist der deutsche Arzt Samuel Hahnemann. Aber die homöopathische Idee, nämlich die Vorstellung, dass einer Krankheit mit ihr ähnlichen Mitteln beizukommen ist, entstand ungefähr 400 Jahre v.Chr. mit der Entwicklung der medizinischen Wissenschaft aus dem Denken des großen griechischen Arztes HIPPOKRATES, das wiederum aus den uralten Überlegungen der orientalischen Naturphilosophen geboren war. Gefestigt wurde dieses Lehrgebäude durch PARACELSUS, der im 15. Jahrhundert tätig war. Er lehrte eine praktische, auf Beobachtung gegründete Medizin und regte unter vielem anderen, eine Behandlung der Krankheiten mit Kräutern an.

Als Samuel Hahnemann gegen Ende des 18. Jahrhunderts in der Nähe von Halle als praktischer Arzt wirkte, war dieses Wissen größtenteils verloren gegangen. Man ging von der Theorie aus, dass Krankheiten durch giftige Körpersäfte verursacht würden und man diese Gifte durch Gewalt aus dem Körper herausbringen müsse. Deshalb führten die Ärzte Schwitz- und Brechkuren durch und machten Aderlässe bis zur Erschöpfung des Patienten. Wenn dieser trotz oder wegen dieser Kuren starb, dann war die Krankheit eben stärker als alle ärztliche Kunst gewesen.

HAHNEMANN, der von seiner Arbeit seine Frau und eine zunehmende Zahl von Kindern ernähren musste, war von dieser Art der Medizin so frustriert, dass er seinen Beruf aufgab. Er beherrschte 6 Sprachen fließend und ernährte fortan durch das Übersetzen wissenschaftlicher Werke seine Familie notdürftig. Bei der Übersetzung der Arzneimittellehre von CULLEN, einem maßgeblichen Arzt jener Zeit, stieß er auf einen offensichtlichen Fehler des berühmten Zeitgenossen.

CULLEN behauptete nämlich, die Chinarinde würde bei Malaria ihre heilende Kraft durch ihre den Magen stärkende Wirkung ausüben. Aber Hahnemann erinnerte sich, dass er sich bei der Behandlung seiner Malaria mit Chinarinde ganz elend im Magen gefühlt hatte. Um bei diesen gegensätzlichen Auffassungen Klarheit zu bekommen, machte er seinen berühmten Selbstversuch; er nahm täglich “ein Quentchen guter China”.
Dabei erlebte er etwas Erstaunliches. Durch das Einnehmen der Chinarinde traten genau dieselben Symptome auf, die er bei seiner Malaria gehabt hatte! Und jetzt hatte er seine bahnbrechende Erkenntnis! Er hatte sich selbst krank gemacht. Die Chinarinde hatte bei ihm, dem Gesunden, ein der Malaria ähnliches Krankheitsbild hervorgerufen. Er hörte mit er Einnahme der Chinarinde auf und alle Symptome verschwanden wieder. Bei erneuter Einnahme wiederholte sich die gemachte Erfahrung. Er hatte ein Heilprinzip wiederentdeckt, von dem er schon bei Paracelsus gelesen hatte: Ähnliches kann Ähnliches heilen!
Während der folgenden sechs Jahre führte HAHNEMANN unzählige Versuche an sich selbst, seiner Familie und seinen Freunden durch. Er verwendete alle möglichen Substanzen aus dem Mineral-, Tier- und Pflanzenreich. Die bei diesen Arzneimittelprüfungen* erhobenen Befunde wurden sorgfältig registriert. Sie bilden heute noch einen wesentlichen Anteil des homöopathischen Arzneimittelschatzes.

1796 veröffentlichte HAHNEMANN seine Erkenntnisse in Hufeland's Journal und deshalb gilt dieses Jahr als das Geburtsjahr der Homöopathie. In seinem bahnbrechenden Artikel weist Hahnemann auf 3 Wege zu heilen, hin: Der erste Weg ist die Hinwegnahme der Ursache des Übels, z. B. Isolierung bei Infektionskrankheiten, Vermeidung des Allergens bei allergischen Erkrankungen u.s.w.

Der zweite, auch heute noch meist beschrittene Weg ist die allopathische Heilweise. Bei dieser wird der kranke Mensch mit Medikamenten behandelt, welche den Symptomen entgegengesetzt gerichtet sind, z. B. blutdrucksenkende Mittel, Schmerzmittel, fiebersenkende Mittel. Diese Art des Vorgehens bezeichnete Hahnemann als schädlich. Da in dieser Methode kein Heilgesetz bestehe, bliebe Vieles dem Zufall überlassen und es trete keine Heilung ein. Dass dies der Wahrheit entspricht, kann jeder selbst sehen. Chronisch Kranke sind fast immer Dauerpatienten, denn sobald sie z. B. bei hohem Blutdruck das Mittel absetzen, ist der alte Zustand wieder da. An der Krankheit hat sich nichts geändert.

Den dritten, von Hahnemann neu entdeckten Weg nannte er Homöopathie – „mit Ähnlichem heilen”, d. h. das Mittel kann die Krankheit, die es am Gesunden bei der Arzneimittelprüfung hervorruft, auch heilen. Da dies das wichtigste und meist sehr schwer zu verstehende Prinzip in der Homöopathie ist, möchte ich es an einigen Beispielen verdeutlichen:

  • a) Schneidet man eine Zwiebel, fangen nach einer Weile die Augen zu brennen und zu tränen an, die Nase sondert ein wässriges scharfes Sekret ab und häufig muss man auch noch niesen. Wäscht man die Augen mit kaltem Wasser oder geht ins Freie, wird es besser. Wenn mir nun genau diese Symptome z.B. von einem Patienten mit Heuschnupfen geschildert werden, dann ist ALLIUM CEPA, das aus der Küchenzwiebel gewonnen wird, das Heilmittel für diese Erkrankung.
  • b) Nach einem Bienenstich schwillt die Stelle stark an, wird heiß und rot und es treten stechende Schmerzen auf. Durch einen kühlenden Umschlag lassen die Schmerzen nach, durch Berührung verschlimmern sie sich. Begegnen mir diese Symptome auf der Haut, z. B. bei einer Wundrose, dann ist wiederum das aus er Honigbiene gewonnene APIS MELLIFICA das Heilmittel für diese Krankheit.
  • c) Isst ein Kind versehentlich Tollkirschen, dann bekommt es hohes Fieber, einen heißem, roten Kopf, weite Pupillen, schwitzt stark und fängt an zu phantasieren. Treten nun genau diese Symptome bei einem hochfieberhaften Infekt auf, ist wiederum das aus der Tollkirsche gewonnene BELLADONNA das Mittel, welches schnelle Besserung bringt.

HAHNEMANN traf bei seinen Selbstversuchen bald auf eine Schwierigkeit. Er stellte Alkoholauszüge von Pflanzen her oder Milchzuckerverreibungen unlöslicher Stoffe, die er dann in Alkohol löste. Viele der von ihm geprüften Substanzen waren Gifte und er konnte sie deshalb nicht in der sog. Urtinktur verwenden, sondern musste sie verdünnen. Durch die Verdünnung ging jedoch die Heilwirkung des Mittels verloren. Aber HAHNEMANN´s Genie fand auch hier einen Ausweg durch das Prinzip der Potenzierung durch stufenweise Verschüttelung*.

Man kann den Potenzierungsvorgang tausend-, hunderttausend, ja millionenfach durchführen und erhält immer wieder die für den entsprechenden Heilvorgang spezifische Wirkung. Niedrige Potenzen (D3-D30) werden meist bei überwiegend körperlichen Beschwerden eingesetzt, sie können einmal oder mehrmals täglich eingenommen werden. Die hohen und höchsten Potenzen (C200-CM) werden bei der konstitutionellen Behandlung* sowie bei psychischen oder lebensbedrohlichen Zuständen eingesetzt. Die Hochpotenzen eines Mittels werden meist nur einmal in langen Abständen verabreicht, außer bei ganz akuten Zuständen.

Nun wird den Homöopathen immer wieder vorgeworfen, dass ihre hohen Potenzen schon deshalb nicht wirken können, weil sich rein rechnerisch ab der D23 bzw. C13 kein einziges Atom der ursprünglichen Substanz mehr in der Arznei befinde. Aber das Medium Wasser oder Alkohol dient lediglich als Informationsträger. Durch das Potenzieren prägen sich die Merkmale der Arznei dem Lösungsmittel auf und das homöopathische Mittel ist umso wirksamer je höher die Potenz ist. Moderne physikalische Untersuchungen haben ergeben, dass die Information in der Vernetzungsstruktur der Wassermoleküle enthalten ist, ähnlich der Information eines Tonbandes in der Anordnung der Eisenmoleküle.

Ausschlaggebend für die Mittelwahl ist immer die Symptomatik des Patienten.

Um die Arzneimittelwahl zu erleichtern, wurden sog. Repertorien* erstellt. Das sind dicke Wälzer und die Patienten wundern sich oft, warum ihr Therapeut während der Befragung ständig in Büchern blättert. Aber niemand kann viele Zehntausende von Symptomen im Kopf behalten. Seit vielen Jahren wird diese Arbeit von Computern unterstützt. Aber der Computer ist nur so gut wie derjenige, der ihn füttert und ersetzt nicht das Wissen des Arztes oder Heilpraktikers. Ein einzelnes Symptom genügt niemals, um ein homöopathisches Mittel zu finden. Die Homöopathie ist eine auf die jeweilige Person ausgerichtete Heilmethode. Deshalb muss der Arzt diese Person zuerst einmal genau erforschen.

Zusätzlich zur üblichen Krankheitsgeschichte des Patienten muss der Homöopath viele Auffälligkeiten abfragen, vor allem die Modalitäten der Beschwerden, z. B. ob diese bei Bewegung, in Ruhe, bei Anwendung von heißem oder kaltem Wasser u.s.w. besser oder schlechter werden.

  • Es ist z.B. wichtig, ob der Patient warmblütig ist oder schnell friert,
  • wo und wann er friert,
  • wie seine Reaktion auf Wetter ist,
  • ob es eine Jahreszeitenverschlechterung oder –-besserung gibt,
  • wie er sich am Meer oder im Gebirge fühlt,
  • ob er viel oder wenig Durst hat,
  • welche Nahrung er bevorzugt, gar nicht mag, oder womöglich nicht verträgt ,
  • ob er viel oder wenig schwitzt , schwer oder leicht, wann und an welchen Körperteilen.

Das wichtigste ist jedoch der Charakter des Menschen.

  • Ist er offen oder verschlossen,
  • psychisch ausgeglichen oder reizbar,
  • leicht verletzt oder eher hart im Nehmen?
  • Ist er lieber alleine oder braucht er Gesellschaft?
  • Hat er Ängste,
  • auffallende Träume,
  • fixe Ideen?

Es gibt hier nichts Unwichtiges, wenn es dem Homöopathen hilft zu erkennen, was das für ein Mensch ist, der da vor ihm sitzt und Hilfe sucht.

DR. DORSCI, ein großer österreichischer Homöopath, fragte immer: „Was ist das für ein Mensch – mit diesem chronischem Schnupfen, mit diesen ständigen Blähungen und der schweren Schlaflosigkeit?” Die homöopathische Anamnese* erfordert sehr viel Zeit und der Patient muss dem Therapeuten viel über sich erzählen.

Es ist nicht immer einfach, das für den Menschen heilende Mittel zu finden. Jeder von uns hat eine Maske auf, die er nach außen trägt. Aufgrund dieser Maske kann man kein homöopathisches Mittel finden, man muss hinter die Maske sehen lernen. Manche Menschen sind jedoch extrem verschlossen oder ihre Krankheitsgeschichte ist so verwickelt, dass mit Hilfe der homöopathischen Anamnese allein das Mittel manchmal nicht zu finden ist. Der Körper jedoch weiß, welches Mittel er braucht. Deshalb ist die Arzneimitteltestung eine großartige zusätzliche Hilfe (siehe Arzneimittel- und Materialtestung)

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Was ist „klassische Homöopathie”?

Schon zu Lebzeiten HAHNEMANN`s gab es Ärzte, denen das Aufsuchen eines einzelnen Mittels für den Patienten zu zeitraubend war und die einen einfacheren Weg suchten.

Es gibt in der Homöopathie Mittel, die z. B. einen besonders starken Bezug zur Blase haben. Nun gingen diese Leute daran, mehrere dieser Mittel in niedrigen Potenzen zusammenzumischen und als „Blasenmittel“ einzusetzen. Das Gleiche geschah mit einer Unzahl von anderen Gesundheitsstörungen. Diese Art der Therapie wird auch heute noch vor allem in Europa durchgeführt, sehr häufig auch von Ärzten, die alternativ behandeln wollen, ohne sich der jahrelangen Mühe des Studiums der Homöopathie zu unterziehen. Die Mittel werden nach einer klinischen Diagnose eingesetzt und diese Art der Therapie ist nichts anderes, als eine allopathische Behandlung mit homöopathisierten, also potenzierten Mitteln.

Man kann mit diesen Mitteln Beschwerden lindern. Heilen kann man nicht mit ihnen, denn die Symptome werden wie in der Allopathie nur unterdrückt.

Die „klassische“ Homöopathie arbeitet mit nur einem Mittel, das dem Patienten nach einer gründlichen Anamnese in einer hohen Potenz einmal verabreicht wird. Um die Wirkung zu forcieren, kann man auch hohe Potenzen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen geben, aber da der Abstand der Gaben nicht größer als 24 Stunden ist, wirkt auch eine solche protrahierte Gabe wie eine einzelne Gabe. Danach wird lange Zeit abgewartet, um die Wirkung des gegebenen Mittels abschätzen zu können.

Leider hat in Europa fast 180 Jahre lang die oben beschriebene „Mixopathie“ vorgeherrscht. Da erschien 1976 George VITHOULKAS, ein begnadeter griechische Homöopath, als Lehrer. Er führte die Homöopathie zu ihren Ursprüngen zurück und zeigte uns, wie HAHNEMANN und KENT therapierten und wie man mit den Möglichkeiten der „klassischen” Homöopathie auch schwerstkranke Patienten heilen kann (siehe George VITHOULKAS ==> Link)

Wenn Sie weitere Informationen über die „klassische Homöopathie“ erhalten wollen, vor allem über die Zubereitung der Arzneimittel, das Organon usw. bitte ich Sie diese auf der Website meines Kollegen unter www.dr-kauf.de abzurufen.

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Prof. George Vithoulkas

Portrait Prof. George Vithoulkas

Zu Recht wird George Vithoulkas als der größte lebende Homöopath bezeichnet. Die phänomenale weltweite Renaissance der klassischen Homöopathie während der letzten 30 Jahre geht vor allem auf seine geniale Arbeit zurück. Fast alle großen homöopathischen Lehrer der Jetztzeit waren irgendwann einmal seine Schüler.

1970 gründete er das „Zentrum für homöopathische Medizin” in Athen, wo heute noch 30 Ärzte tätig sind.

1976 begann er seine internationale Lehrtätigkeit. Er war der erste, der während der Anamnese Videoaufnahmen seiner Patienten machte, um damit seine Fälle zu dokumentieren und als Lehrmaterial für die Studenten zu verwenden.

1987 entwickelte er zusammen mit der Universität in Namur, Belgien sein inzwischen weltweit eingesetztes Computerprogramm VES (Vithoulkas Expert System).

Dr. Margit Hasinger mit Prof. Georg Vithoulkas

1993 wurde in Krailling bei München die George-Vithoulkas-Stiftung zur Förderung der Klassischen Homöopathie in Forschung und Lehre gegründet.




Von links nach rechts:
Fred Stückrad, Elisabeth Buttenberg, Stefan Keller,
Margit Hasinger, Thomas Voelckner, George Vothoulkas, Christian Kauf, Winnifried Stückrad

1995 errichtete er auf seiner Heimatinsel Alonissos in Griechenland die „Internationale Akademie für klassische Homöopathie“ und begann dort 1996 den 4-jährigen Ausbildungskurs, in dem er sein gesamtes Wissen an die Studierenden weitergab.Ungefähr 450 Studenten aus aller Welt schlossen im Jahr 2000 dieses Studium mit einer Prüfung ab.

George Vithoulkas hat viele internationale Preise und Anerkennungen errungen.
Der herausragendste war 1996 der „Right Livelihood Award”, der auch als „Alternativer Nobelpreis” bekannt ist, welcher ihm dafür verliehen wurde, dass er die “Klassische Homöopathie” in den Grad der Wissenschaft erhoben hat.

2000 wurde er zum ordentlichen Professor der Universitäten Kiew und der Baskenländer ernannt.

Jedes Jahr finden in Alonissos mehrere internationale Supervisions-Kurse statt und Prof. Vithoulkas ist unermüdlich als Lehrer, Autor und Therapeut tätig.

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